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Farbwechselnde Steine

Alexandrit 2,26 Karat bei Tageslicht
Alexandrit 2,26 Karat aus Tansania bei Tageslicht Alexandrit 2,26 Karat bei Kunstlicht
Alexandrit 2,26 Karat aus Tansania bei Kunstlicht Farbwechselnder Granat 0,59 Karat bei Tageslicht
Farbwechselnder Granat 0,59 Karat bei Tageslicht aus Sri Lanka Farbwechselnder Granat 0,59 Karat bei Glühlampenlicht
Farbwechselnder Granat 0,59 Karat bei Glühlampenlicht aus Sri Lanka Farbwechselnder Granat 0,55 Karat
Farbwechselnder Granat 0,55 Karat bei Tageslicht aus Sri Lanka Farbwechselnder Granat 0,55 Karat bei Glühlampenlicht
Farbwechselnder Granat 0,55 Karat aus Sri Lanka bei Glühlampenlicht 
Farbwechselnde Steine wechseln (changieren) bei unterschiedlicher Beleuchtungsart die Farbe. Beispielsweise haben diese dann bei Tageslicht (z. T. auch Leuchtstoffröhren) eine andere Farbe als bei Kunstlicht (vorzugsweise Glühlampenlicht oder auch Kerzenlicht). Es ist natürlich nur der sehr starke Effekt gemeint. 

Allgemein wechseln nämlich alle Edelsteine geringfügig die Farbe. Wenn man einen (blauen) Saphir mit bläulichem oder kurzwelligem Licht beleuchtet, kann er natürlich auch mehr von diesem Licht wieder zurückwerfen. Er erscheint dann blauer. Rubine brillieren deshalb im Kunstlicht besser rot. Man sagt auch, der Saphir sei ein Tagesstein und der Rubin ein Abendstein. 

Diese Eigenschaften sind hier nicht gemeint, obwohl natürlich von hohem Interesse und ein Qualitätsmerkmal: Saphir, Rubin oder Smaragd etc. sollten sich in ihrer Farbe kaum unter verschieden Beleuchtungsquellen ändern.

Im Folgenden werden die Edelsteine mit dem extremsten Farbwechsel zuerst genannt. Das entspricht dann auch in etwa der Reihenfolge der Seltenheit.

Alexandrit

Die Grün zu Rot-wechselnde Varietät des Chrysoberylls gehört zu den begehrtesten Edelsteinen überhaupt. Die Farbe kommt durch einen Chromgehalt zustande. Die Ursache liegt im ansonsten schwachen Pleochroismus und unterschiedlichen Absorptionspektren bei Tages- und Kunstlicht. (= selektive Absorption). Bei Absorption ausgewählter Wellenlängen entsteht eine Farbe, die den nicht absorbierten  Wellenlängen entspricht. Der Alexandrit filtert also alle Anteile außer rot und grün. 

Das sind natürlich optimale Farben. In Wirklichkeit ist das rot meist violett und das Grün ist olivgrün oder blaugrün.

Es gibt bei Chrysoberyll noch andere Farbwechsel z. B. oliv nach braun. Eigentlich ist das dann kein Alexandrit mehr. Die Abgrenzungen sind wie bei anderen Edelsteinen nicht fest. (s. Farbe)

Granat

Auch bei Granat kommt es zu einem alexandritartigen Farbwechsel. Schöne Exemplare wechseln von blau oder bläulichgrün nach rötlich-violett, wobei der Stein meist  etwas besser zum Grünen tendiert oder zum Roten: Sehr schön grüne Steine (Tageslicht) bringen bei Kunstlicht höchstens noch violett -  sehr schöne rote Steine sind oft nur blaugrün oder blau.  Das ist bei Granat eher kein Nachteil: Denn es gibt eigentlich keinen blauen Granat! Schlechtere Qualitäten gehen höchstens von grau nach rot bzw. von grün nach grau.

Es sind nur drei Fundstellen bekannt geworden, die aber inzwischen nichts  Nennenswertes mehr hervorbringen. Grössere Steine über 1 Karat sind selten geworden. Die eine Fundstelle liegt bei Kataragama im Süden Sri Lankas. Die anderen beiden liegen in Madagaskar (Gegend um Ilakaka und nördlich von Sakahara) und vereinzelt noch aus Tansania (Tunduru-Songea Gebiet)

Die Steine variieren in ihrer Lichtbrechung von 1,759 - 1,772 und sind damit als Mitglieder der Mischkristallreihe Pyrop- Spessartin anzusprechen.

Bei dem Tropfen auf den beiden ersten Abbildungen dieser Seite sind deutlich Rutilnadeln zu erkennen, die sich im Winkel von 60° schneiden.

Auch hier ist Chrom (Cr3+) für den Farbwechsel verantwortlich. Zusätzlich kann aber auch Vanadium (V3+) dazukommen.

 

Saphir (Korund)

Der Korund verdankt seine große Farbenvarianz dem Einbau  verschiedener Kationen. Dementsprechend gibt es eine Menge farbwechselnde Korunde. Der wichtigste ist das Changieren des Saphirs von blau nach violett. Dies gibt es auch beim Sternsaphir. Weitere Farbwechsel sind leider nicht so attraktiv. Rubine oder rötliche bis orange Saphire aus  Madagaskar beispielsweise wechseln bei Tageslicht oft zu braunen Farbtönen.

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