Wertbestimmender Faktor: Farbe

Saphir 6,25 Kt aus Sri Lanka
Saphir aus Sri Lanka 6,25 Karat Saphir aus Sri Lanka 3,54 Kt
Saphir aus Sri Lanka 3,54 Karat Padparadscha 1,22 Kt aus Sri Lanka
Padparadscha 1,22 Karat aus Sri Lanka Rubin aus Burma 2,02 Kt
Rubin aus Burma 2,02 Kt
 Das Kriterium mit der höchsten Priorität ist die Farbe . Wie sieht die optimale Farbe eines Edelsteines aus? 

   Die Beantwortung ist naturgemäß sehr schwierig. Fragt man zehn Händler, wird man zehn verschiedene Antworten bekommen. Zudem sind die nebenstehenden Fotos auch nur als Annährung an Wirklichkeit zu verstehen. Es gehen bei der Datenkompression Informationen verloren oder werden verfälscht. Das Betrachten auf Ihrem Monitor jetzt im Augenblick bei Ihnen zu Hause ist nur eine Annährung an die tatsächlichen Gegebenheiten und hängt von der Einstellung des Gerätes ab und natürlich von unserem subjektiven Empfinden. Dennoch wollen wir Ihnen hier einen Eindruck vermitteln.

 

Saphir.

Ein Saphir sollte kornblumenblau sein. Wenn man sich mal eine Kornblume genauer anschaut, erkennt man schon Unterschiede in der Blütenmitte und an den Blütenblättern. In der Mitte scheint die Blüte etwas mehr ins Violette zu tendieren. Besonders ältere Blüten sind richtig violett. Trotzdem hat man einen sehr guten Eindruck, wie die Farbe sein sollte. Insbesondere ist natürlich kein Grau oder Schwarz anwesend. Die meisten erhältlichen Saphire sind beispielsweise fast schwarz oder jedenfalls viel zu dunkel. Dunkle Steine gelten zwar als die qualitativ besseren, es ist aber die Intensität der Farbe gemeint. Ohnehin haben sehr dunkle wie auch intensivfarbige Steine (gilt auch allgemein für Edelsteine) weniger Feuer: Das Licht wird stärker absorbiert. Wenn man aber kein Feuer erkennt oder es fast nicht vorhanden ist, hätte man direkt auf den komplizierten Schliff verzichten können und stattdessen einen Cabochonschliff (=rundlicher, mugeliger, facettenloser Schliff) machen können. Ob der Stein einschlussfrei ist oder nicht oder ob der Schliff schlecht ist oder nicht, interessiert auch nur am Rande. Man sieht die Einschlüsse und Fehler ja nicht mehr. Selbst der beste Schliff ergibt bei solch einem Stein kein Feuer: Er hat kein Leben - er ist tot. 

Die Herkunft eines Saphir sagt auch schon einiges über die Farbe aus. Sehr gute Steine können aus Sri Lanka oder Burma (heute: Myanmar), sehr wenige aus Kambodscha kommen, früher auch aus Kachmir. Wenn man die schlechte schwarzblaue Qualität hinzunimmt, gibt es auf einmal sehr viele Stellen in der Welt: Thailand, Kambodscha, Madagaskar, Australien, Tansania usw. Winzige Steine kommen selbst in der Eifel vor! Sehr selten kommt von diesen Stellen eine gute Qualität. Schnell kommt deshalb mal ein Stein aus Burma, obwohl er vielleicht ganz woanders gefunden wurde. 

 

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