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Worauf sollte man beim Kauf eines Steines achten


 

Sind Edelsteine als Wertanlage geeignet?

Edelsteine sind nicht in erster Linie als Wertanlage gedacht. Das liegt vor allem daran, dass Steine oder Schmuck sowie Mineralien nicht wie auf einer Aktienbörse gehandelt werden. Auch wenn man von „Börsen“ spricht, dienen sie hauptsächlich - wie die Messen - dem Verkauf und der Präsentation der edlen Steine. Der Wert eines Steines bemisst sich letztlich daran, wie viel ein Käufer bereit ist, für ihn zu zahlen. Hier spielen Angebot und Nachfrage, Mode und persönlicher Geschmack die größte Rolle. 

Die große Ausnahme ist der Diamant. Diamanten können einfacher zertifiziert und graduiert werden. Die besten Farben sind weiß (eigentlich physikalisch alle Farben!) Hochfeines Weiß bis Weiß sind eben viel einfacher festzustellen als beispielsweise bei Saphir: ein Saphir (ohne Varietätszusatz ist immer die blaue Farbe gemeint) kann ins Graue, Violette, Grünliche oder Gelbliche gehen. Die Farbe kann ungleich verteilt sein. Der Unterschied von künstlicher Beleuchtung und Tageslicht kann enorm groß sein (z. B. rot und grün!). Man spricht dann von farbwechselnden Steinen. Außerdem gibt es natürlich große Unterschiede in der Intensität der Farbe. Die meisten erhältlichen Saphire sind beispielsweise fast schwarz oder jedenfalls viel zu dunkel. Dunkle Steine gelten zwar als die qualitativ besseren, es ist aber die Intensität der Farbe gemeint. Ohnehin haben sehr dunkle wie auch intensivfarbige Steine (gilt auch allgemein für Edelsteine) weniger Feuer: Das Licht wird stärker absorbiert. Welche Farbe ist die beste?  

Diamanten kann man deshalb auch viel einfacher verkaufen. Allerdings werden ungefähr 80 % der Diamantenproduktion  von einem Unternehmen geleitet und kontrolliert: "De Beers Consolidated Mines Limited". Es handelt sich um ein Syndikat mit einer  monopolisierten Stellung. Die Mengen der auf den Markt  kommenden Diamanten und die Preise werden also vorgegeben. Das lässt die Preise zwar weit weniger schwanken als bei Farbedelsteinen, dennoch werden die Preise künstlich hochgehalten. Farbedelsteine kann man also viel eher zu einem günstigen Preis bekommen. Die Preise für Diamanten sind  in den letzten Jahren auch weit weniger gestiegen als beispielsweise für Saphire und Rubine, Aquamarine und Turmaline. Und das, obwohl der Dollar (Diamanten werden in Dollar faktoriert.) gegenüber praktisch allen europäischen Währungen dazu gewonnen hat. Nach der Öffnung des Ostens trat nämlich Russland verstärkt auf dem Markt auf (neuerdings Sierra Leone) und das vermehrte Angebot ließ die Preise stagnieren. 

Edelsteine als Wertanlage zu betrachten ist eher ein Hobby, auch wenn sich ein solches Investment als äußerst lukratives Geschäft erweisen kann. 

Allerdings betrachten die Menschen das zu Krisenzeiten (Kriege, Wirtschaftsflauten) ganz anders. Die meisten übrigen Wertanlagen wie Rentenpapiere, Fonds, Aktien und Derivate sowie Immobilien, Versicherungen oder Geld, verlieren in diesen Zeiten ihren Wert. Die Steine aber bleiben davon unberührt. Und in nur einer verschlossenen Hand können Steine in riesigen Werten transportiert werden. Wertanlage ist eben auch relativ und von den Zeiten und Umständen abhängig. Nicht umsonst haben die Fugger oder die Rothschilds ihr Geld in einem Drittel Immobilien, einem Drittel Geschäfte und einem Drittel Edelsteine angelegt.

 

"Für die Echtheit wird garantiert..." 

Schön, wenn der Verkäufer für die Echtheit garantiert, aber "kann" er das auch wirklich? Eine berufliche Qualifikation oder Ausbildung in dieser Richtung wäre da sehr hilfreich. Was nützt Ihnen ein Zertifikat von einem Nichtfachmann, der auch noch gleichzeitig der Verkäufer der zertifizierten Ware ist?

Natürlich werden meist nur größere Steine mit einem Zertifikat versehen, denn ein Gutachten kostet Geld. Kleine Steine stehen dann in keinem Verhältnis zu den Kosten. Letztendlich entscheidet dann doch das Vertrauen in den "Fachmann".


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