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Raritäten zum Staunen und Sammeln

Hier wird ein Überblick über die interessantesten Effekte bei Edelsteinen bzw. Farbedelsteinen gegeben. Mit Farbedelsteinen  werden hier nur die wertvollsten und härtesten behandelt. Gerne werden diese Begriffe  für weit weniger wertvoller Schmucksteine und Mineralien benutzt.

Zunächst wird hier zu den weniger bekannten seltenen Edelsteinen und Sammlersteine  eingegangen. Es kann sich dabei um häufig vorkommende oder sogar gesteinsbildende Mineralien handeln, die deswegen nicht selten sind, aber in ihrer Reinheit und außergewöhnlichen Farbe eben doch rar sein können.  (Beispiel: Diopsid: Glied der Pyroxen-Gruppe: selten klar, Farbe bräunlichgrünlich, kann aber eben doch auch smaragdgrün als Chromdiopsid vorkommen). Darüber hinaus gibt eigenständige Mineralien (z.B. Sinhalit - sehr selten, Taffeit - extrem selten).

Hier einige Effekte bei Mineralien:

Sternsteine und Katzenaugen sind als Cabochon geschliffen, der hoch gewölbt geschliffen sein muss, damit der Lichteffekt langsamer über die Oberfläche gleitet. Je flacher und ebener die Steine geschliffen sind, desto weniger kann man die lichtreflecktierenden Streifen erkennen. Der Effekt ist dann nur noch als Flash (bekannt von Opalen) erkennbar. Punktförmige Beleuchtung (z. B. Sonne, Lampe oder Kerze) lässt den Effekt am besten erscheinen. Diffuses Licht z. B. bedeckter Himmel oder eine Neonröhren sind dagegen sehr schlecht. Bei Katzenaugen gleitet ein Streifen über die Oberfläche. Dieser Effekt wird auch als Chatoyance bezeichnet. Wenn wenigstens noch ein weiterer solcher Streifen den ersten kreuzt, spricht man von Sternsteinen - Die Erscheinung nennt man Asterismus - in diesem Fall von einem 4er Stern. Es gibt noch 6er, 8er, 12er. Sterne. Es gibt auch Kombinationen (z. B. siberner 6er und blaugrauer 6er Stern als 12er-Stern). Außerdem können ein oder mehrere Arme schwach oder gar nicht vorhanden sein.

Können Edelsteine bei verschiedenem Licht die Farbe wechseln, spricht man von farbwechselnden Steinen. Man benutzt es wie eine Varietätskriterium vor einem Mineralnamen, also z. B. farbwechselndener Saphir oder farbwechselnder Granat.

Edelsteinkristalle sind natürlich auch beliebte Sammelobjekte. Die meisten Edelsteine sind Kristalle. Bei Kristallen sind die physikalischen Eigenschaften (Brechwert, Wärmeleitfähigkeit, Härte etc.) in verschiedenen kristallografischen Richtungen aber nicht unbedingt gleich. Wenn die Farbe in diesen Richtungen verschieden ist, spricht man von Pleochroismus. Es wird noch zwischen Dichroismus und Trichroismus (=Zwei- und Dreifarbigkeit) unterschieden. Uns interessieren hier natürlich nur die erkennbaren optischen Effekte.

 

 


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